Gemeinsam Gutes tun: Unsere Weihnachtsspenden 2025

Auch in diesem Jahr möchten wir mit unseren Spenden ein Zeichen setzen und Organisationen unterstützen, die täglich einen positiven Beitrag für unsere Gemeinschaft leisten. Diese Unterstützung ist ein fester Bestandteil unseres unternehmerischen Engagements und Ausdruck unserer Verantwortung als Unternehmen.

Mit unseren Weihnachtsspenden fördern wir zahlreiche soziale Einrichtungen und Projekte in den Regionen unserer sechs Standorte. Damit möchten wir ein Zeichen der Wertschätzung setzen und Organisationen stärken, die sich täglich für Menschen in besonderen Lebenslagen einsetzen.

Unterstützung der lokalen Tafeln

Wie bereits in den vergangenen Jahren fördern wir die Arbeit der Tafeln in Mainz, Frankfurt, Mannheim, Gladbeck, Langenfeld und Köln. Jede Tafel erhält eine Spende in Höhe von 1.500€, um ihre wichtige Arbeit in der Verteilung von Lebensmitteln und der Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen fortzuführen.

Engagement für die Kinderkrebshilfe Mainz e. V.

Ein besonderes Anliegen ist uns weiterhin die Kinderkrebshilfe Mainz e. V.. Mit einer Spende von 10.000€ unterstützen wir das Kinderonkologische Zentrum der Universitätsmedizin Mainz. Die Mittel ermöglichen u. a. zusätzliches medizinisches Personal, neue Geräte sowie Angebote, die jungen Patientinnen und Patienten mehr Lebensqualität schenken.

Förderung des Bethanien Kinder- und Jugenddorfs in Eltville

Auch das Bethanien Kinder- und Jugenddorf Eltville liegt uns am Herzen. Neben unserer Sommer-Spende haben wir zu Weihnachten 10.000€ gespendet. Die Mittel fließen in diesem Jahr in musikalische Projekte, die Kindern und Jugendlichen kreative Ausdrucksmöglichkeiten bieten, ihre Persönlichkeitsentwicklung stärken und gemeinschaftliche Erlebnisse schaffen. Das Kinderdorf bietet jungen Menschen ein sicheres Umfeld, individuelle Förderung und eine liebevolle Begleitung – Arbeit, die wir besonders unterstützen möchten.

Wir danken allen Einrichtungen für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre herausragende Arbeit. Unsere Spenden sind eine Anerkennung für ihre wertvolle Arbeit und ein Beitrag dazu, ihre wichtigen Projekte weiterhin zu unterstützen. Als Unternehmen verstehen wir diese Spenden als Teil unseres Engagements für die Gesellschaft – heute und an jedem Tag.


Nachwuchstalente im Fokus: Verleihungen des Deutschlandstipendiums 2025/26

In diesem Jahr durften wir gleich zwei besondere Abende erleben: die feierlichen Verleihungen des Deutschlandstipendiums an der Hochschule Geisenheim und der Hochschule Osnabrück. Beide Veranstaltungen boten inspirierende Begegnungen, wertvolle Gespräche und vor allem die Möglichkeit, engagierte Nachwuchstalente persönlich auszuzeichnen.

Hochschule Geisenheim – Auszeichnung für Magdalena und Sarah

Unsere Kollegen Karen und Niels überreichten an der Hochschule Geisenheim die Urkunden an unsere beiden Stipendiatinnen Magdalena und Sarah – zwei vielversprechende Talente der Landschaftsarchitektur. 
In einem festlichen Rahmenprogramm blieb genügend Zeit für Austausch und anregende Gespräche. Wir freuen uns sehr, Magdalena und Sarah auf ihrem weiteren Studienweg zu begleiten und durch das Deutschlandstipendium unterstützen zu dürfen.

Hochschule Osnabrück – Wiedersehen mit Manuel und Paul

Eine ebenso kurzweilige Feier erlebten wir an der Hochschule Osnabrück. Unser Geschäftsführer Max überreichte die Stipendien dort persönlich an Manuel und Paul – ein besonderes Highlight des Abends, da wir die beiden nach ihrem Bachelorstudium nun auch in ihrem Masterstudium fördern können.

Ausblick ins Förderjahr

Im weiteren Verlauf des Förderjahres freuen wir uns sehr darauf, alle unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten jeweils in unserer Zentrale in Klein-Winternheim bei Mainz sowie in der Niederlassung in Gladbeck begrüßen zu dürfen. Dort erhalten sie die Möglichkeit, unser Unternehmen noch besser kennenzulernen und Einblicke in unterschiedliche Aufgabenfelder zu gewinnen sowie wertvolle Eindrücke für ihren beruflichen Weg mitzunehmen.


Azubifahrt 2025

Azubifahrt 2025! Ein spannendes Wochenende in der Eifel!

Gemeinsam mit allen Auszubildenden der Schuler Gruppe ging es vergangenes Wochenende in die Vulkaneifel.

Erster Programmpunkt: ein Besuch bei VulkaTec – einem Unternehmen, das vulkanische Rohstoffe zu hochwertigen Substraten für Dachbegrünungen, Rasenflächen und mehr verarbeitet. Die Führung durch den Steinbruch bot interessante Einblicke in nachhaltige Rohstoffgewinnung und deren Weiterverarbeitung.

Zum Ausklang des Tages ging es an den Laacher See – Tretbootfahren, Sonne tanken und der Austausch untereinander standen im Mittelpunkt.

Anschließend hatten wir die Gelegenheit, Andernach auf eigene Faust zu erkunden – eine Stadt, die viele historische Bauwerke und Denkmäler zu bieten hat.

Den Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen im Restaurant – ein gelungener Ausklang für ein abwechslungsreiches Wochenende.

Fazit: Ein Wochenende voller Teamspirit, neuer Perspektiven und wertvoller Begegnungen!


Schuler Service Group fördert Talente an der Hochschule Geisenheim!

Ende November fand die feierliche Übergabe der Deutschlandstipendien an der Hochschule Geisenheim statt. Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr gleich zwei engagierte Studentinnen aus dem Studiengang Landschaftsarchitektur fördern konnten!

Die Stipendiat:innen aus den Bachelor- und Masterstudiengängen der Hochschule Geisenheim werden mit 300 Euro monatlich – je zur Hälfte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von einem fördernden Unternehmen – finanziell unterstützt. Dies ermöglicht den Studierenden zudem, schon frühzeitig wertvolle Kontakte in die Berufswelt zu knüpfen. Wir sind stolz, Teil dieses Programms zu sein und einen Beitrag zur Förderung von jungen Talenten zu leisten – denn die Fachkräfte von morgen brauchen unsere Unterstützung heute.

 

Wir gratulieren allen Stipendiat:innen herzlich und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg!

 


Wir fördern Inklusion!

Wir freuen uns, in diesem Jahr eine Kooperation mit dem Berufsbildungswerk Südhessen (bbw) zu starten. Im März waren wir zu einem Besuch vor Ort eingeladen, dort haben wir viele tolle Eindrücke von der Arbeitsweise des bbw erhalten.

Das Berufsbildungswerk begleitet mit speziellen Fördermöglichkeiten jungen Menschen mit Benachteiligungen, Behinderungen oder psychischen Erkrankungen auf ihrem Weg in die berufliche und soziale Teilhabe. Im Rahmen der Kooperation können die jungen Menschen eine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau machen, das ermöglicht es uns, unsere Ausbildung am Standort Frankfurt auszubauen und neue Fachkräfte für unser Unternehmen zu gewinnen.

Als Schuler Service Group vertsehen wir uns als Gemeinschaft, dabei legen wir viel Wert auf Integration und Inklusion. Unsere verschiedenen Arbeitsbereiche bieten zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung, so können wir jeden Mitarbeitenden seinen Fähigkeiten entsprechend einsetzen.

Unser Ziel ist es, junge Menschen zu fördern und ihnen eine Chance zu geben!


Spende für das Bethanien Kinderdorf in Eltville

Die Schuler Service Group schenkt großzügig zu Weihnachten!

Auch in diesem Jahr haben wir zu Weihnachten an insgesamt 8 wohltätige Zwecke gespendet!

Als Garten- und Landschaftsbauunternehmen agieren wir an sechs Standorten bundesweit, Regionalität ist uns dabei besonders wichtig, daher setzen wir zu Weihnachten verstärkt auf die Unterstützung lokaler sozialer Einrichtungen. Auch in diesem Jahr gingen jeweils 1.000€ an die Tafeln unserer Standorte in Mainz, Frankfurt, Mannheim, Gladbeck, Langenfeld und Köln.

Darüber hinaus spendeten wir bereits zum 37. Mal an die Kinderkrebshilfe Mainz e.V. Wir freuen uns, mit dem Betrag von 10.000€ die Arbeit des Kinderonkologischen Zentrums zu unterstützen. Die Spenden ermöglichen es, die Situation der an Krebs erkrankten Kinder auf der kinderonkologischen Station selbst, zum Beispiel durch zusätzliches medizinisches Personal oder neue Geräte, zu verbessern sowie langfristige Projekte, wie das Sportprogramm, für die jungen Patientinnen und Patienten umzusetzen.

Ein weiterer wohltätiger Zweck, der uns sehr am Herzen liegt, ist das Bethanien Kinder- und Jugenddorf in Eltville. Auch in diesem Jahr haben wir neben unserer Spende im Sommer auch zu Weihnachten 5.000€ an das Kinderdorf gespendet, unser diesjähriger Beitrag wird für die Einrichtung einer neu eröffneten Gruppe verwendet.

 

Insgesamt gingen im Jahr 2023 über 30.000€ an wohltätige Zwecke. Wir freuen uns, mit den Spenden einen Beitrag zur Unterstützung lokaler sozialer Initiativen leisten zu können!


Wir fördern den Nachwuchs! Deutschlandstipendium 2023

Wir freuen uns, durch das Deutschlandstipendium auch im kommenden Förderjahr 2023/24 wieder junge Talente in der grünen Branche zu fördern! Insgesamt 4 Stipendien dürfen wir dieses Jahr vergeben.

An der Hochschule Geisenheim und der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe vergeben wir je ein Stipendium an einen Studenten bzw. eine Studentin der Landschaftsarchitektur. An der Hochschule Osnabrück fördern wir sogar zwei Studierende im Studiengang Landschaftsbau. Die feierlichen Übergaben der Stipendien fanden im Oktober und November an den Standorten der jeweiligen Hochschulen statt.

Wir sind stolz, junge, engagierte Studierende ein Stück auf Ihrem Weg zu begleiten. Sie erhalten die Förderung nicht nur auf Grund von besonders guten Leistungen im Studium, hier zählt ebenso ihr soziales und ehrenamtliches Engagement. Es werden auch besonderen Umstände betrachtet, unter denen die jungen Menschen ihr Ziel erreichen wollen.


Voller Erfolg der Schuler-Gesundheitstage

Wie bereits in den vergangenen Jahren, haben auch in diesem Jahr erneut unsere Gesundheitstage mit anschließender Betriebsversammlung stattgefunden. Im November fanden sich die Mitarbeitenden der jeweiligen Standorte in Klein-Winternheim bei Mainz bzw. Monheim am Rhein bei Düsseldorf ein.

Das vielfältige Programm beinhaltete Beratungen zur betrieblichen Altersvorsorge, informative Beiträge und Mitmachstationen zum Thema Suchtprävention sowie verschiedene Stationen zum Thema Rückengesundheit und Körpermessungen. An einer Sprungwaage konnte visualisiert werden, welche Kräfte bei einem Absprung von Radlader & Co. auf die Gelenke wirken, inklusive hilfreicher Tipps zum gelenkschonenden Absteigen. Auch das sportliche Angebot kam nicht zu kurz, angeboten wurden Fitnesseinheiten mit Terraband, Jumping Fitnesskurse und Selbstverteidigungsübungen.

Die Gesundheit unserer Mitarbeitenden hat für uns oberste Priorität, mit den Gesundheitstagen wollen wir einen weiteren Beitrag zum Erhalt und zur Förderung der Mitarbeitergesundheit leisten.


BUGA 2023: Grünpflege auf höchstem Niveau

Wir sind enorm Stolz, Teil dieser ganz besonderen Schau für Nachhaltigkeit und eine grüne Zukunft gewesen zu sein!

178 spannende und herausfordernde Tage liegen hinter uns, denn Anfang Oktober ist die BUGA 23 in Mannheim zu Ende gegangen. Die großartige Bilanz: Über 2,2 Millionen Menschen besuchten die diesjährige Bundesgartenschau seit ihrer Eröffnung am 14. April. Zum Erfolg beigetragen haben auch unsere Teams der Schuler Service Group, durch professionelle Bepflanzung sowie kontinuierliche Pflege und Bewässerung ausgewählter Flächen im Spinelli-Park.

Die BUGA 23 – ein Dreiklang aus Sommerfest, Blumenschau und Experimentierfeld – hat sich in erster Linie der Nachhaltigkeit verschrieben und dem ehrgeizigen Ziel, Mannheim eine bleibende grüne Lunge zu verschaffen. Auf dem ehemaligen Spinelli-Militärgelände in Mannheims Nordosten kam der zukunftsweisende Fokus im Besonderen zum Ausdruck: Mehr als 62 Hektar Fläche wurden für die Schau entsiegelt und neugestaltet; stets orientiert an den Leitthemen Klima, Energie, Umwelt und Nahrungssicherung. In einigen dieser wichtigen Ausstellungsareale haben wir als Schuler Service Group – mit einer konzernweiten BUGA-Expertise seit Frankfurt 1989 – Aufträge für die Bepflanzung, Pflege und Bewässerung erhalten, so u.a. in den Bereichen Parkschale und U-Halle.

 

Teamwork und logistische Herausforderungen

„Über die gesamte Zeitspanne verteilt waren wir mit 68 Mitarbeitenden vor Ort“, erläutert unsere Projektleiterin Nadine Schmitt in der Rückschau, „um für den einer Bundesgartenschau würdigen Zustand der uns anvertrauten Flächen zu sorgen“. Ein festes Team von zwei bis vier Mitarbeitenden kümmerte sich fortwährend um die Pflege und das Wässern der Beete und Spielplätze. Die Pflanzungs- und Rodungsarbeiten erforderten zu Spitzenzeiten bis zu 20 Mitarbeitende pro Tag im Schichtsystem. Insgesamt haben unsere Teams 91.175 Blumenzwiebeln gesteckt und 110.259 Pflanzen gepflanzt. Zum Rasenmähen waren drei bis vier Kolonnen mit je zwei Mitarbeitenden im Einsatz – schließlich galt es, insgesamt 1.246.121 Quadratmeter Fläche zu bearbeiten.

Hinter diesen Zahlen steckt logistische Maßarbeit, denn während die meisten Tätigkeiten – von der Flächenvorbereitung bis zum Remontierschnitt – zu unserer Schuler-Routine gehören, brachte die BUGA auch für uns als erfahrenes Garten- und Landschaftsbauunternehmen einige Herausforderungen mit sich. „Dazu gehören sicherlich die von der Öffnung abhängigen Einsatzzeiten“, erklärt unsere Projektleiterin. Während händische Tätigkeiten, wie das Zurückschneiden der Pflanzen oder die Entfernung von Unkraut, problemlos während des Publikumsverkehrs durchgeführt werden konnten, durften alle Arbeiten im Zusammenhang mit größeren Maschinen ausschließlich in den frühen Morgenoder späten Abendstunden verrichtet werden, um die Besucher:innen nicht zu stören.

 

"Für die BUGA 23 haben unsere Teams sogar Nachtschichten eingelegt!"

Die überdurchschnittliche Bereitschaft zu Schicht- und Mehrarbeit während der BUGA, insbesondere das Räumen der Pflanzflächen während der Nacht, zeigt, wie sehr sich die Mitarbeitenden mit unserem Unternehmen identifizieren und dass sie stolz sind, Teil eines solch besonderen Events gewesen zu sein. „Bei der gesamten Planung und Durchführung standen wir auch immer im direkten Austausch mit den Teams, um individuellen Wünschen gerecht zu werden“, betont Nadine Schmitt. Speziell für unseren Vorarbeiter Manuel Brehm, der die meiste Zeit auf dem Gelände verbrachte, war es eine Selbstverständlichkeit, seiner Kolonne immer unmittelbar mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 

Pflanzarbeiten bei heißen Temperaturen

Ebenfalls eine Herausforderung jeder Freiluftausstellung sind die Witterungsbedingungen. „Während des Pflanzenwechsels Ende Mai / Anfang Juni hatten wir bis zu 32 Grad“ erinnert sich Nadine Schmitt vor allem an die heißen Sommertage zurück. Das bedeutete: Bei Lieferungen von bis zu 15.000 Pflanzen pro Tag kamen unsere Teams kaum hinterher, die Pflanzen zeitnah zu wässern und in den Boden zu bekommen. „Das war phasenweise sehr anstrengend für uns alle.“ Aber durch gute Organisation und gemeinsame Anpack-Mentalität wurde auch diese Situation erfolgreich gemeistert.

Nicht zuletzt lobt die Projektleiterin die wunderbare Zusammenarbeit mit dem Veranstalter. „Generell herrschten eine sehr positive Atmosphäre und ein guter Umgang unter allen Beteiligten, auch mit den anderen Unternehmen auf dem Gelände.“ Insbesondere, wenn die Flächen eng aneinandergrenzen, seien ein gutes Miteinander und gegenseitige Unterstützung unabdingbar. „Aber bei einer solchen Veranstaltung sind ohnehin alle beauftragten Firmen auf sehr hohem Niveau mit entsprechender Ausstattung unterwegs. Da heißt es einfach: Wir, gemeinsam für die BUGA!“

 

 

 


Herbststürme: Kronensicherung ohne Motorsäge

Herbststürme: Kronensicherung ohne Motorsäge

In Zeiten von Dürre-Sommern nutzen wir innovative Lösungen, um unseren wertvollen Baumbestand zu schützen, ohne ihn zu beschädigen. Unser Baumpflege-Experte Can Yergin teilt exklusive Einblicke in diese umweltfreundliche Methode. Erfahren Sie, wie Gurt-Systeme nicht nur Bäume retten, sondern auch für unsere Sicherheit sorgen.

Durch die heißen und trockenen Sommer können Bäume immer schlechter mit großen Schnittflächen umgehen. Eine gute Alternative ist daher der Einsatz von Gurt-Systemen. „Auch der Arbeitsaufwand ist geringer“, sagt Baumpfleger Can Yergin von Schuler. Mit „Ylenia“ und „Zeynep“ fegten Anfang des vergangenen Jahres gleich zwei Orkane übers Land hinweg. Auch wenn die Windgeschwindigkeiten für gewöhnlich nicht so extrem ausfallen: Immer wieder sorgen Stürme für immense Baumschäden. Dabei haben die herabfallenden Äste nicht selten ein so hohes Gewicht, dass Lebensgefahr besteht.

Auf Baumpflegern wie Can Yergin lastet daher eine hohe Verantwortung: „Mit unserer Arbeit tragen wir wesentlich zur Verkehrssicherheit bei“. Zugleich versuche man, auf Werksarealen und im öffentlichen Raum insbesondere den alten Baumbestand zu schützen und zu erhalten. Während kritisches Totholz zwingend entfernt werden muss, gibt es bei völlig intakten Bäumen bzw. Baumteilen „eine gute Alternative zur Säge“, wie Can Yergin es nennt.

 

Arbeiten mit Gurtsystemen

Sein Team greift, wo immer es die vorausgehende Baumkontrolle zulässt, zur Kronensicherung mit textilen Materialien. Bei Schuler setzt man bundesweit auf Gurt-Schnallen-Systeme zwischen 2 und 10 Tonnen Bruchkraft. „Die zwei Enden des Gurts werden durch eine Schnalle geführt und dann so fixiert, dass sich nichts mehr lösen kann.“ Eine Ratsche, wie man sie von der Ladungssicherung auf LKWs kennt, ist nicht erforderlich. „Muskelkraft genügt“, so der Baumpfleger. Ein integrierter Scheuerschutz verhindert, dass die Rinde verletzt wird.

Ein typischer Anwendungsfall für die Kronensicherung sind sogenannte „Druckzwiesel“. Das sind zwei aus einem Hauptstamm aufragende Stämmlinge in V-Form. Während der unten deutlich abgerundete „Zugzwiesel" (auch U-Zwiesel genannt) hinsichtlich der Stabilität meist unbedenklich ist, müssen Druckzwiesel häufig prophylaktisch gesichert werden. „Der bruchgefährdete Teil wird mit dem stabileren Teil des Baumes verbunden“, erklärt Can Yergin.

 

Dynamisch oder statisch?

Im Wesentlichen stehen zwei Varianten zur Verfügung: „Der dynamische Einbau wird angewendet, wenn augenscheinlich zwar alles in Ordnung ist, aber sich ein Sturmschaden aber nicht völlig ausschließen lässt.“ Der Gurt hat so viel Spiel, dass der Stämmling oder der dicke Ast durchhängt. „Ein statischer Einbau wird vorgenommen, wenn das Risiko für einen Abbruch erkennbar ist.“ Durch ein straffes Fixieren soll eine Bewegung durch Wind so gut es geht verhindert werden.

Eine dritte Möglichkeit ist die Kombi-Lösung: „Beim dynamischen Einbau mit Halteband verhindert eine weitere Schlinge das mögliche Absacken des Astes. Lieber baut man eine Sicherung zu viel ein als eine zu wenig“, betont der Baumpfleger. Er selbst habe es nach fünf Jahren Berufserfahrung nicht einmal erlebt, dass es trotz Kronensicherung zu einem Abbruch gekommen ist. „Aber auszuschließen ist es natürlich nicht“, betont er.

 

Luxushotels für die Fauna

Eine Kronensicherung ist in der Regel eine dauerhafte Maßnahme. Nach einigen Jahren wird das Material standardmäßig ausgetauscht. „Manchmal auch schon früher als geplant, wenn Witterung – und Eichhörnchenzähne – ihm in besonderer Weise zugesetzt haben“, erklärt Can Yergin. Die Schlingen verfügen über einen Puffer, damit der Baum an der Stelle weiter gedeihen kann, ohne dass es zu Einwachsungen kommt.

Ein größerer Arbeitsaufwand als beim Einsatz der Motorsäge sei damit nicht verbunden, so der Fachmann. Im Gegenteil: „Durch die Kronensicherung spart man ja die Entsorgung des entfernten Holzes.“ Eine spezielle Schulung des Personals sei nicht erforderlich. „Man sollte neue Kolleginnen und Kollegen aber ruhig drei- bis viermal über die Schulter schauen lassen, ehe sie allein mit dem System arbeiten“, rät der erfahrene Baumpfleger.

Bei Schuler ist man sich sicher, dass diese Methode in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. „Die Dürre-Sommer setzen den Bäumen zu. Entsprechend schlecht kommen sie mit größeren Schnittflächen zurecht“, sagt der Baumpfleger. „Die Gurte schaden dem Baum überhaupt nicht.“ Und da meist Bänder in gedeckten Farben verwendet werden, gibt es auch optisch keinen störenden Effekt. „Bei belaubten Bäumen muss man schon direkt unter der Krone stehen, um die Sicherung überhaupt zu erkennen.“

 

Fazit: Auf diese Weise kann wertvoller Baumbestand, ob in Parks, an Alleen oder auf Firmengrundstücken, lange erhalten werden. „Gerade die großen Altbäume sind es, die Tieren Raum bieten. Sie sind die Luxushotels für die Fauna“, so Can Yergin.

 


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